Sie sind hier: Startseite Ausstellungen Archiv 2017

2017

Ausstellungen im BASA-Museum 2017

 

Art de Cuisine
Esskultur in Lateinamerika2017 ArtdeCuisine Plakat

9. Oktober 2017 – 30. Juni 2018

Kartoffeln, Tomaten, Mais, Bohnen, Kürbis, Avocado, Kakao… diese und viele weitere Nahrungsmittel, die wir heute selbstverständlich in der Küche verwenden, haben ihren Ursprung (auch) in Lateinamerika, wo sie seit sehr langer Zeit kultiviert, zubereitet und verzehrt werden.

Art de Cuisine zeigt eine Reihe von Beispielen der Ess- und Trinkkultur aus verschiedenen Regionen Lateinamerikas, die anhand von Objekten aus dem Bestand der Bonner Altamerika-Sammlung (BASA) veranschaulicht werden. Die Ausstellung deckt eine große zeitliche Spanne ab, die von der vorspanischen Vergangenheit bis in die Gegenwart reicht. Inspiriert von der Frage, wo das Essen herkommt, thematisiert sie auch Aspekte der Nahrungsbeschaffung, der Verarbeitung von Lebensmitteln und der Zubereitung von Speisen und Getränken.

In diesem Sinne beginnt der Rundgang der Beschaffung und Erzeugung von Nahrungsmitteln, etwa durch Jagd, Fischfang oder mittels der Landwirtschaft. Aspekte des Umgangs mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen werden durch die Beispiele Maniok und Kürbis sowie den Themenbereich Lagerung und Transport veranschaulicht. Die Zubereitung wird anhand des Kakaos und der aztekischen Küche thematisiert. Essen und Trinken spielten und spielen oftmals eine wichtige Rolle in rituellen Kontexten, was am Beispiel Allerheiligen bzw. Allerseelen aufgezeigt wird.

Die Ausstellung Art de Cuisine wurde von den Studierenden der Abteilung erarbeitet, die im Sommersemester 2017 ihr Museumspraktikum in der BASA absolvierten.

Sammellust
Objekte enthüllen ihre Geschichten2017 Sammellust Plakat

25. April 2017 – Mai 2019

Was macht eigentlich eine Sammlung zur Sammlung? Was unterscheidet sie von einer losen Ansammlung von Objekten? Diesen Fragen sind die Studierenden im Rahmen des Praktikums „Museumsgeschichten. Sammlungen konzeptualisieren und analysieren am Beispiel der BASA“ im Wintersemester 2016/2017 auf den Grund gegangen. Ihre Ergebnisse präsentieren sie in der Ausstellung „Sammellust“.

Die Bonner Altamerika-Sammlung ist selbst eine Sammlung, genauer gesagt eine ethnologisch-archäologische Lehr- und Studiensammlung. Gleichzeitig besteht sie aus vielen verschiedenen Sammlungen, die sich je nach gewähltem Kriterium aus bestimmten Objekten zusammensetzen können. Die vier in der Ausstellung präsentierten Sammlungen sind jeweils auf einen Sammler bzw. eine Sammlerin zurückzuführen, die Objekte nach individuellen Kriterien zusammengetragen und später der BASA zur Verfügung gestellt haben. Die meisten von ihnen pflegten einen recht engen Bezug zur BASA.

Stellvertretend für jede Sammlung sind vier repräsentative Objekte ausgestellt, deren Geschichten – von ihrer materiellen Beschaffenheit und Herstellung über ihre Funktion und Verwendung als Gebrauchsgegenstand, die Umstände ihrer Reise in die BASA und schließlich ihre Bedeutung als Museumsobjekt im Kontext der jeweiligen Sammlung in der BASA – die Studierenden nacherzählen.

 

Papiere und Gefäße
 Neue Arbeiten von Gonzalo Sainz-Trápaga2018 Papiere Plakat

25. April 2017 – 31. August 2017

Die Bonner Altamerika-Sammlung (BASA) der Universität Bonn stellt aktuelle Werke des Künstlers Gonzalo Sainz-Trápaga vor. Dabei verschmelzen die Ausstellungsstücke hervorragend mit den Exponaten der BASA.

Der Bonner Bildhauer, Gold- und Silberschmied Sainz-Trápaga hat für seine aktuelle Ausstellung Schmiede- und Papierarbeiten zusammengestellt und seine Werke in direkte Korrelation zu Exponaten der Bonner Altamerika-Sammlung, wie archäologischen Gefäßen aus der Maya-Kultur und dem südamerikanischen Andenraum, gestellt.

Bei der Herstellung der Papierwerke verwendet Sainz-Trápaga Naturpigmente. Einige in dieser Ausstellung präsentierten Arbeiten bestehen ausschließlich aus Naturpigmenten der Lilie, des Blütenstaubes und der Harze, die mit einer Alkoholtinktur extrahiert werden.

Die Zusammenarbeit mit der Universität Bonn ergab sich aus einem Besuch Sainz-Trápagas in der BASA. Ihm gefiel das Konzept des „offenen Museums als Experimentierraum“, einem belebten Ort, in dem Studierende arbeiten und verweilen können.

 

Preview Image

Video zur Ausstellung von UniBonnTV: Papiere und Gefäße von Gonzalo Sainz-Trápaga (2017)

Teobert Maler
Historische Fotografien Mexikos2017 TeobertMaler Flyer

12. Januar – 22. Februar 2017

In Kooperation mit dem Ibero-Amerikanischen Institut (IAI) der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zeigt die Bonner Altamerika-Sammlung (BASA) der Universität Bonn eine Ausstellung zum fotografischen Werk Teobert Malers, die am 12. Januar 2017 vom verantwortlichen Kurator, Dr. Gregor Wolff, eröffnet wurde.

Teobert Maler (1842-1917) gilt als einer der bedeutendsten Forschungsfotografen des 19. Jahrhunderts. Seine ersten Fotografien entstanden ab 1874; es folgten etwa 3.000 fotografische Abzüge. Zu Malers Aufnahmen aus 30 Jahren Arbeit in Mexiko zählen auch Porträts, Stadtansichten sowie Landschafts- und Naturaufnahmen. Maler war als Offizier in österreichischen Diensten am missglückten Versuch beteiligt, Maximilian von Österreich als Kaiser von Mexiko zu etablieren; nach Maximilians Hinrichtung reiste Maler durch Mexiko.

Die ausgestellten Fotografien zeigen beispielsweise einige der ältesten Stadtansichten von Oaxaca, darüber hinaus seltene Studioaufnahmen Malers sowie Landschaftsaufnahmen. Die Fotografien werden in der Ausstellung mit Tagebüchern, Skizzen und Briefen aus dem Nachlass Teobert Malers ergänzt, die ebenso zu den Sammlungen des Ibero-Amerikanischen Instituts der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zählen.

Pressemitteilung

Artikelaktionen