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2016

Ausstellungen im BASA-Museum 2016

 

SPINNST DU?
Fäden spinnen – Texte weben –
Textilien kommunizieren2016 SpinnstDu Plakat

19. April 2016 – 30. September 2017

Die Ausstellung „Spinnst Du?“ war im BASA-Baukasten, dem Markenzeichen der Bonner Altamerika-Sammlung, zu sehen. Sie wurde von Studierenden der Abteilung für Altamerikanistik der Universität Bonn konzipiert. Die Ausstellung setzt sich philosophisch spielerisch mit dem Spannungsfeld zwischen Texten und Textilien auseinander. „Text“ kommt vom lateinischen texere, das bedeutet „weben“. Textum ist das Gewebe.

Die Frage „Spinnst Du?“ soll hier nicht als Beleidigung verstanden werden. Fäden werden nicht nur handwerklich gesponnen, sondern auch gedanklich – nicht umsonst sprechen wir vom „roten Faden“ und versuchen, „den Faden nicht zu verlieren“.

Die Ausstellung zeigt Dinge, die wie Texte verstanden werden können, da sie wie Texte auch Formen von kommunikativer Handlung sind.

Download: Broschüre zur Ausstellung „Spinnst Du?“

 

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Video zur Ausstellung von UniBonnTV: SPINNST DU? Eine Ausstellung (2016)

Feeding the Dead
Weihrauchgefäße und Urnen
der Hochland-Maya von Guatemala2016 Feeding Plakat

25. Mai 2016 – März 2017

Seit der Präklassik spielt das Verbrennen des Harzes des Weihrauchbaums für die Maya eine wichtige Rolle. In verschiedenen Zeremonien wird mit den Göttern und Ahnen Kontakt aufgenommen, die dann mit dem Rauch „genährt“ werden. Im Hochland von Guatemala wurden Mitglieder der Elite um 900 n. Chr. in bis zu einem Meter hohen Gefäßen, den sogenannten K‘ichee‘-Urnen, bestattet. Die Töpfer statteten diese mit tönernen Jaguarköpfen aus, durch deren offene Mäuler den sterblichen Überresten Opfergaben gegeben werden konnten.

Durch zwei Schenkungen kamen in den letzten Jahren insgesamt 35 Weihrauchgefäße und Urnen in unsere Institutssammlung. Die Stücke wurden im Guatemala der 70er Jahre von den Sammlern Eduard Wagner und Anneliese Binder erworben.

Laura Heise untersuchte diese Keramiken im Rahmen ihrer Bachelor-Abschlussarbeit. Im Vergleich mit ähnlichen Stücken konnte so der Großteil der Objekte geographisch und zeitlich eingeordnet werden. Die Ergebnisse werden nun in der Bonner Altamerika-Sammlung zum ersten Mal einem öffentlichen Publikum gezeigt.

 

 

 

 

 

 

smaller than life
 die welt en miniature2016 miniature Plakat

25. Mai 2016 – 6. Januar 2017

Bereits in vorchristlicher Zeit nutzten die Menschen Miniaturgefäße und -figuren, die heute aus archäologischen Kontexten geborgen werden. Während einige wohl Votiv- oder Opfergaben waren, dürften andere zum Beispiel auch Spielzeuge gewesen sein. Die Funktion mancher dieser Miniaturen ist jedoch bis heute ein Rätsel.

Modelle bilden in verkleinerter Version Realitäten oder Entwürfe möglicher Realitäten ab, um sie fassbar und verständlich zu machen. Auch Objektsammlungen lassen sich als Modelle der Wirklichkeit verstehen.

Die Ausstellung zeigt Gegenstände aus der Bonner Altamerika-Sammlung und aus verschiedenen Privatsammlungen, die sich durch ihre geringe Größe auszeichnen. Sie lädt dazu ein, die Welt im Kleinen zu entdecken und sie dadurch im Großen neu wahrzunehmen. Im Vordergrund stehen dabei Miniaturen der Apalai-Wayana und der Tiriyó sowie von einigen ihrer karib-sprachigen Nachbarn, deren materielle Kultur derzeit im Projekt „Mensch-Ding-Verflechtungen indigener Gesellschaften“ der Abteilung für Altamerikanistik untersucht werden.

 

 

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